Finke will stärkere Beteiligung der Menschen mit Behinderung
HANNOVER. Der Landesbeauftragte für Menschen mit Behinderungen, Karl Finke, kritisiert in der aktuellen Debatte über die Haushaltklausur der Landesregierung, dass sich zwar Wohlfahrts- und Sozialverbände äußerten, aber die behinderten Menschen selbst, z. B. in Heimbeiräten und in Werkstatträten, nicht zu Wort kämen. Finke: "Behinderte Menschen selbst sind nicht zu Wort gekommen. Ist dies ein Zeichen für die Mündigkeit oder Unmündigkeit behinderter Menschen im gesellschaftlichen Alltag?"
Gemeinsame Beschulung, eigenständiges Wohnen im bisherigen Stadtteil und Stärkung von Arbeit und Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. Dies und noch mehr die qualifizierte Teilhabe behinderter Menschen sind Bestimmungen der für Deutschland und somit auch für Niedersachsen verbindlichen UN-Behindertenrechtskonvention. Finanzielle Gestaltungsräume zur Umsetzung dieser Menschenrechtskonvention für alle müssten geschaffen und ausgebaut werden.
Der Weg zu einem inklusiven/gemeinsamen Bildungssystem, zum Übergang von großen Zentraleinrichtungen zu eigenständigem Wohnen, die Teilhabe behinderter Menschen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt muss vorrangig gefördert werden.
"Dabei ist die unmittelbare Mitbestimmung behinderter Menschen unabdingbar", zitiert Karl Finke die UN-Behindertenrechtskonvention.
Kontakt:
Karl Finke
Landesbeauftragter für Menschen mit Behinderungen
Tel. (0511) 120-4007
Lathusenstraße 20
30625 Hannover
Tel.: +49(0)511/5305-0
E-Mail: info@hw-hannover.de
