


HW gewinnen größtes Hallenturnier Niedersachsens
Der Titelhunger der HW-Fußballmannschaft ist noch nicht gestillt. Mit einer überragenden Leistung über das gesamte Turnier, sicherte sich das HW-Team am vergangenen Samstag den Hallenpokal 2012 der Behinderten-Fußball-Liga Niedersachsen. Im ersten Spiel wurde das Team vom VFG Bohmte mit 8:2 vom Platz gefegt. Das zweite und dritte Spiel wurde ebenso souverän mit 5:1 (Sutthausen und Wolfsburg II) gewonnen. Das erste Statement war gesetzt: „Wir sind da! Nehmt euch in Acht!“
Genauso trat die Mannschaft im vierten Spiel gegen das Team aus Nienburg auf, was zu keinem Zeitpunkt des Spiels eine wirkliche Chance hatte. 7:0 war der Endstand und es kam zum Showdown im letzten Spiel gegen die Lebenshilfe aus Braunschweig. Eine Niederlage würde das Aus bedeuten, ein Unentschieden oder Sieg den Einzug ins Halbfinale. Die gute Leistung der Mannschaft machte in der gesamten Halle „die Runde“ und die Spiele mit HW-Beteiligung wurden zum Zuschauermagnet. Das entscheidende Match gegen Braunschweig sahen ca. 150 Zuschauer. Sie wurden nicht enttäuscht.
Die Braunschweiger waren siegessicher und motiviert, aber sie hatten nicht mit einem so stark aufspielenden Gegner gerechnet. Schnell stand es 5:0 bis dann HW-Keeper, Roland Kaiser, mit einem direkten Abschlag den Braunschweiger Keeper düpierte und den 6:0 Endstand klarmachte. Der Einzug ins Halbfinale war perfekt.
Im Halbfinale standen sich in der ersten Paarung die Lebenshilfe Goslar und die Lebenshilfe Wolfsburg gegenüber und in der zweiten die Hannoverschen Werkstätten gegen die Lebenshilfe aus Stolzenau. Mit einem 4:1 zog die Lebenshilfe Wolfsburg ins Finale ein und wartete gespannt auf seinen Gegner. Das HW-Team startete das Halbfinale gleich mit einem Blitztor und machte den Stolzenauern deutlich, welches Team ins Finale einziehen wird. Die folgenden Minuten waren eine Demonstration von Spielintelligenz und perfektem Spielvermögen. Das Endresultat hieß 8:1, was gleichzeitig ein deutliches Zeichen in Richtung Wolfsburg war.
Um 15:45 Uhr hieß es dann "Anstoß" zum Endspiel. Der vorjährige Hallenmeister Wolfsburg gegen den amtierenden Niedersachsenmeister wurde angepfiffen und kaum waren 2 min. gespielt, kassierten die Hannoveraner unglücklich den ersten Gegentreffer. Doch von einem Schock konnte nicht die Rede sein. Die Mannschaft drängte die Wolfsburger in die eigene Hälfte, baute ein Powerplay in Eishockeymanier auf und schoss drei Minuten vor Schluss durch Kevin Eckert den Ausgleichstreffer. Das Team wollte die Entscheidung noch vor dem Abpfiff, doch eine Großchance wurde kurz vor Schluss durch Meikel Mauke vergeben. Dieser sollte jedoch im weiteren Verlauf eine wichtige Rolle spielen. Denn es kam schließlich zum 7-Meterschiessen. Nerven!? Fehlanzeige!
Der Schiedsrichter bat beide Trainer die ersten drei Schützen zu bestimmen. Die HW durfte anfangen und der erste Schütze hieß Georgiy Lepokhin. Der HW-Stürmer, der das ganze Turnier über wichtige Tore geschossen hat, scheiterte knapp am Pfosten. Doch durch eine Glanzparade beim anschließenden Strafstoß der Wolfsburger war alles wieder ausgeglichen. Unser zweiter Schütze war Florian Bergau, welcher das 1:1 markierte, bevor die Wolfsburger wieder das 2:1 schossen. Unser letzter Schütze hieß Meikel Mauke. Würde er verschießen, dann wäre Wolfsburg Meister. Doch das Schlitzohr hatte nach seiner vergebenen Chance in der regulären Spielzeit noch eine Rechnung mit dem Wolfsburger Keeper offen. Meikel schoss den letzten Strafstoß durch die Beine des Wolfsburger Torwarts und bewahrte die HW-Mannschaft vor dem aus. Dramatik pur!
An der Reihe waren nun wieder die Wolfsburger, die anfingen Nerven zu zeigen. Der Schütze trat an, unser Keeper tänzelte auf der Linie, verwirrte kurzzeitig den Wolfsburger Schützen und hielt schließlich den so wichtigen 7-Meter. Die Hannoverschen Werkstätten waren somit nur noch ein Tor vom großen Coup entfernt. Doch wer sollte den wichtigen 7-Meter schießen? Der Trainer drehte sich um und zeigte auf Michel Linne und gab ihm noch auf den Weg: „Egal was passiert. Schieß einfach, ich weiß du machst das Ding rein!“ Michel trat zum Punkt, legte sich den Ball hin, schoss und traf!
„Aus, Aus, Aus…..das Spiel ist Aus“ schoss allen durch den Kopf, bevor sich die gesamte Mannschaft in den Armen lag. Endlich hatte unser Team nach zwei dritten Plätzen den ersehnten Pokal gewonnen. Die Pokalübergabe wurde von den krönenden Worten geprägt: Der Niedersachsenmeister sowohl in der Halle als auch auf dem Feld heißt: HANNOVERSCHE WERKSTÄTTEN.
13.2.2012
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