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Das Ende einer Ära: Die Geschäftsführerin der Hannoverschen Werkstätten, Vera Neugebauer, geht nach fast 20 Jahren in den Ruhestand

Der neue Geschäftsführer der Werkstätten, Manfred Willems, verabschiedet Vera Neugebauer vor den Beschäftigten
„Heute muss ich- morgen kann ich.“ Frau Neugebauer bei ihrer letzten Rede als Geschäftsführerin
Die Gesellschafter, Geschäftsführer und Vertreter aus Politik beim Abschied von Vera Neugebauer.
 

Am Dienstag den 14.08.2018, verabschiedete sich die Geschäftsführerin der Hannoversche Werkstätten gem. GmbH von ihren Mitarbeiter*innen, den Werkstattbeschäftigten, den Gesellschaftern, Partnern, Kunden und anderen Wegbegleiter*innen.

Vor 30 Jahren trat die studierte Psychologin ihren Dienst im Behindertenzentrum Hannover (BZH) an. Nach dem Konkurs 1997 wurde aus dem ehemaligen BZH mit einem neuen Hauptgesellschafter, dem Blinden- und Sehbehindertenverband Niedersachsen, die Hannoversche Werkstätten gem. GmbH (HW) gegründet.

Zunächst steuerte und koordinierte der Geschäftsführer des Blinden- und Sehbehindertenverbands, Hans-Werner Lange, verantwortlich die Geschäfte der Werkstätten bis er im Jahr 2000 Vera Neugebauer als erste offizielle Geschäftsführerin berief.

18 Jahre an der Spitze des Unternehmens sind ein Anlass zum Feiern; zunächst mit den Beschäftigten. Im Anschluss ging es direkt in das werkstatteigene Kaffeehaus anna leine am Hohen Ufer. Hier verabschiedete sich Neugebauer bei kleinen Köstlichkeiten aus der Küche von jahrelangen Weggefährt*innen aus der sozialen Branche, Partnerfirmen und Kunden.

Vera Neugebauer verlässt die Hannoverschen Werkstätten mit einem lachenden und einem weinenden Auge. „Werkstätten für behinderte Menschen  haben sich allgemein in den letzten Jahren stark verändert. Ich bin stolz darauf, dass wir mit dem anna leine ein inklusives Café in die Innenstadt Hannovers bringen konnten und somit den Bürger*innen ein Stück näher gekommen sind. Auch die Eröffnung unseres Dienstleistungszentrums in Rethen war sicherlich ein Schritt zu einer inklusiveren Gesellschaft und weg von dem alten Werkstattklischee der Bastelwerkstatt. Ich werde stets gerne an meine Zeit bei den Hannoverschen Werkstätten zurückblicken. Viele der Werkstattbeschäftigten habe ich noch selber eingestellt und es ist einfach wunderbar zu sehen, wie sich jeder einzelne in unserem Unternehmen weiterentwickelt hat.“

Im Rahmen der Abschiedsveranstaltung wurde sogleich Neugebauers Nachfolger, Manfred Willems, vorgestellt. Willems ist bereits seit 13 Jahren bei den Werkstätten in verschiedenen Führungspositionen tätig; zuletzt als Leiter für Entwicklung und Bildung im vierköpfigen Geschäftsleitungsgespann.
„Mit Frau Neugebauer verlässt uns eine Geschäftsführerin mit einem riesigen Know-how der Werkstattwelt. Besonders mit den derzeitigen Entwicklungen durch das Bundesteilhabegesetz und der Inklusionsdebatte kommen völlig neue Aufgaben auf uns zu, denen wir uns stellen müssen. Ich freue mich auf die kommende Zeit als Geschäftsführer und bin mir sicher, dass die Werkstätten einen unheimlich großen Teil zu einer inklusiveren Gesellschaft beitragen können“, so Willems.

Mit ihrem Renteneintritt ist für Vera Neugebauer noch lange nicht Schluss. Sie wird nach wie vor in der sozialen Branche auf ihrem Posten als Präsidentin von Special Olympics in Niedersachsen e.V. präsent und bei einigen Projekten der Hannoverschen Werkstätten unterstützend tätig sein. „Ich werde auch weiterhin auf meinen größten Traum hinarbeiten: Teilhabe für jeden in dieser Gesellschaft möglich und erlebbar zu machen.“

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